Willi Lemke

Willi Lemke

„Mit Willi Lemke betritt ein vielseitiger Künstler den Plan. Er malt, zeichnet, radiert, fotografiert, collagiert, er schafft Wandobjekte, Skulpturen, Plastiken und ganze Rauminstallationen. Aber nicht nur die Art und Weise und die Technik seiner Kunstwerke sind äußerst variabel, sondern auch deren Inhalte. Neben surrealistischen, die Sehgewohnheiten irritierenden Kreidebildern, finden sich abstrakte, oft monochrome Ölgemälde, aus Metall und Holz zusammengefügte Tiere und selbst das menschliche Ohr ist für ihn interessant genug, um es zum Ausgangspunkt seiner künstlerischen Beschäftigung zu erwählen.
Willi Lemke wird 1950 in Würselen bei Aachen geboren und absolviert neben dem Lehramtsstudium ein Kunststudium bei Professor Joachim Bandau.“*

*Dr. Josef Gülpers, Kunsthistoriker, 2013

Metallplastiken
„Auf Schrottplätzen sucht und findet Willi Lemke sogenannte Brenneisen, die er als Ausgangsmaterial nutzt. Diese Brenneisen sind ein Abfallprodukt der Industrie. Durch das Ausbrennen sich wiederholender Formen aus einer Metallplatte entstehen gleichformatige Elemente, die schon deshalb eine gewisse Harmonie in sich bergen.
Diese Elemente schweißt der Künstler eigenhändig zusammen – Grundlage für diese Arbeit war ein eigens zu diesem Zweck besuchter Schweißkurs – und bezieht den Rost, der den Arbeiten einen weiteren, nun farblichen Reiz verleiht, bewusst mit in den Gestaltungsprozess ein. Durch entsprechende Behandlung wird dieser Prozess zu einem bestimmten Zeitpunkt gestoppt und konserviert. Trotz des schweren, massiven Materials wirken diese Arbeiten filigran und leicht, einige sind gar beweglich, wodurch der starre Charakter des Materials aufgebrochen wird.
Willi Lemke begreift diese Arbeitsweise des Zusammenfügens des Ausgangsmaterials als das experimentelle Moment in seiner Arbeit. Wie bei den ausrangierten Computerbauteilen erhalten diese metallischen Industrieabfälle einen neuen Wert, eine neue ästhetische Aufgabe: Sie verbinden die Technik mit der Kultur.“*

*Dr. Josef Gülpers, Kunsthistoriker, 2013

Acrylbilder
ab 2009

Die sogenannten „Sandbilder“ – eine Mischtechnik aus Acryl und Sand auf Leinwand sind abstrakte Kompositionen, die durch Farbverläufe und Farbsandgebilde organischen Landschaften ähneln und Naturprozesse bildhaft in Szene setzen.

Irreale Landschaften entstanden 2009, wobei auf den Einsatz des Pinsels verzichtet wurde. Acrylfarbe mit Sand vermischt wurde mit verschiedenen Werkzeugen, wie Spachtel, Holzleisten, Folien auf den Träger Leinwand aufgetragen. Hierbei entstanden unwirkliche Landschaften, die besonders ihren Reiz durch spezielle Farbkombinationen erhielten.

OBJEKTE, METALLPLASTIKEN

Talblick 23

52146 Würselen

02405/82595

lemke-wuerselen@t-online.de

www.willi-lemke.de

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